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Direkt vom Londoner MS-Kongress: Hochdosiertes Vitamin D scheint die MS positiv zu beeinflussen

Die Volumenzunahme bei den T2-Läsionen hatte sich mit dem Vitamin fast halbiert (3,6 versus 6,1%). Neue T1-Läsionen ließen sich jedoch nur bei den jüngeren Patienten (unter 30 Jahre) verhindern. Von diesen zeigten 86% mit Vitamin D nach einem Jahr keine neuen T1-Läsionen, 47% waren es unter Placebo.

 

Ich kenne ja „unsere“ Aufmerksamkeitsspanne, deswegen die wichtigsten Aussagen in Stichpunkten:

Studie: „SOLAR: Supplementation of Vigantol® Oil Versus Placebo as Add-on in Patients With Relapsing Remitting Multiple Sclerosis Receiving Rebif® Treatment“

Primärer Endpunkt NEDA (No Evidence of Disease Activity) (Kein Nachweis der Krankheitsaktivität)

Ergebnis: Interferon beta-1a mit hochdosiertem Vitamin D gibt keinen signifikanten Unterschied.

ABER: es gab weniger Schübe und MRT-Läsionen

Studienteilnehmer: 229 MS-Kranke, zwischen 3 und 18 Monate Behandlung mit Interferon beta-1a, Vitamin-D-Spiegel weniger als 150 nmol/l (Hälfte der Patienten hatte unter 50 nmol/l, Mangel herrscht bei weniger als 25 50 nmol/l)

  1. Hälfte der Studienteilnehmer bekam täglich 14.000 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D3 zum Interferon
  2. Hälfte bekam Placebo

MS-Aktivität nach einem Jahr:

  1. Gruppe: 37,2% keine Anzeichen
  2.  Gruppe: 35,3% keine Anzeichen

EDSS-Progression nach einem Jahr:

  1. Gruppe 72%
  2.  Gruppe 75%

Jährliche Schubrate:

  1. Gruppe 0,28 Schübe
  2.  Gruppe 0,41 Schübe

MRT-Läsionen:

  1. Gruppe 1,09
  2.  Gruppe 1,09

Volumenzunahme MRT-Läsionen

  1. Gruppe 3,6%
  2. Gruppe 6,1%

Patienten unter 30 Jahre nach einem Jahr:

  1. Gruppe 86% keine neuen Läsionen
  2. Gruppe 47% keine neuen Läsionen

 

 

 

Fazit: „Aufgrund der reduzierten Krankheitsaktivität im MRT sei durchaus von einem Nutzen der Vitamin-D-Behandlung auszugehen, auch wenn der primäre Studienendpunkt verfehlt wurde, erläuterte Hupperts. Er gab jedoch zu, dass eine Therapiedauer von knapp einem Jahr wohl zu kurz war, um einen Effekt auf das NEDA-Kriterium zu haben – der EDSS-Wert hat sich schließlich in beiden Gruppen kaum verändert.“

 

Vielleicht sollte ich doch öfter in die Sonne gehen.

 

 

 

 

Quelle: Direkt vom Londoner MS-Kongress: Hochdosiertes Vitamin D hilft bei MS

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